Ich wurde 1979 in München als Sohn eines italienischen Gastarbeiters und einer echten Münchnerin geboren. Meine Eltern haben sich bereits recht früh, als ich erst fünf Jahre alt war, scheiden lassen und so bin ich zusammen mit meiner Schwester in München aufgewachsen. Meine Mutter war alleinerziehend und hatte es natürlich auch nicht ganz so leicht. Sehr früh war ich es gewohnt, allein zu sein; daher kommt wahrscheinlich auch eine gewisse Selbstständigkeit.
Ich habe das auch schon an anderer Stelle öfter gesagt: Das Vertrauen, das mir meine Mutter entgegengebracht hat, war für mich so wertvoll, dass ich es ihr niemals antun wollte, sie zu enttäuschen. Deshalb habe ich eigentlich niemals wirklich „Scheiße gebaut“.
In meiner Jugend und auch beim Übergang zum Erwachsenenalter war Politik eigentlich überhaupt kein Thema für mich. Wir hatten ja damals noch sehr unbeschwerte Zeiten. Mit 20, 21, 22 Jahren war ich in einer Hip-Hop-Band, wir hatten einen eigenen Hip-Hop-Club, ein eigenes Label und freuten uns über den Vertrieb unseres ersten Albums über ein Major-Label. Da hatte man natürlich ganz andere Sachen um die Ohren und die Welt war ja auch noch „in Ordnung“. Kohl war abgewählt, Schröder war damals irgendwie an der Macht und eigentlich hat es keinen so wirklich interessiert, was gesellschaftlich passiert.
Das Ganze hat sich bei mir schlagartig mit dem 11. September geändert. Auch wenn ich damals noch nicht vollkommen kritisch war, kann ich mich doch erinnern, dass ich sogar auf dem 2003 erschienenen Album einen Song hatte mit dem Namen „Kriegsplatz Pearl Harbor“, der die folgende Zeile enthielt: „… oder waren es die Amis selber?“. Den Text hatte ich garantiert schon 2002 geschrieben, insofern war das doch schon eine gewisse Vorahnung.
Wie bei so vielen kam dann der „Erwachens-Hype“, als die Dokumentation Loose Change erschien. Und als dann schließlich das Internet mit Videos und YouTube zur Verfügung stand, konnte man mit ein paar Klicks auf erstaunliche Informationen stoßen. Seitdem ist mir klar, dass alles möglich ist und dass nichts so ist, wie es scheint. Ich habe mich dann auf die „alternative Reise“ begeben: Diese reichte vom bedingungslosen Grundeinkommen bis hin zu politischen Aktivitäten. Ich war auch mal ganz kurz Mitglied in der „Partei der Vernunft“ von Oliver Janich und habe eigentlich schon recht früh versucht, etwas zu bewegen.
Doch was mir schon damals nicht gepasst hat, war ein Unterordnen oder ein Sich-Eingliedern in irgendeine Gruppe – dazu hatte ich generell einfach keine Lust. So hat das Erwachen mit dem 11. September recht früh zu der Frage geführt: Wie kann das eigentlich alles sein? Was ist die Ursache für all das Übel, all das Leid und all die Verwerfungen? Über Umwege wurde mir schnell klar, dass es die Herrschaft generell ist und dass der bloße Austausch von Köpfen oder Parteien daher nicht wirklich etwas bringen kann.
Das war etwa in den Jahren 2008/2009. Damals habe ich auf meinem eigenen YouTube-Kanal Videos zu dem Thema gemacht und – wie ich auch schon oft erzählt habe – dann 2010 das Projekt „Freiwillig Frei“ mit Michael und Hauke gestartet, zu dem auch recht schnell Peter dazugestoßen ist. Der Rest ist Geschichte. Seitdem bin ich meinen freiheitlichen Prinzipien sehr treu geblieben und habe mich, egal, was draußen passierte, nicht verbiegen oder in irgendein „Fähnchen-Lager“ schieben lassen.
Wie stehe ich zu den Dingen dieser Welt? Ich denke, dass alles möglich ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass es keine Mondlandung gab, dass es Chemtrails gibt oder dass wir vielleicht sogar schon in gewisser Weise durch Nanotechnologie und Transhumanismus „gechipt“ wurden. Ich mache vor nichts Halt und schrecke vor nichts zurück. Doch mir ist natürlich auch etwas ganz anderes bewusst: Die Schreckensmeldungen halten die Menschen auch wieder in einer Art gefangen. Das heißt, nicht alles, was wir da draußen erleben, muss die große Verschwörung oder Lüge sein; viele Dinge sind möglicherweise gar nicht so dramatisch.
Aber es spielt letztlich keine Rolle, ich bin offen für alles. Mein Weltbild kann einmal in der Woche neu zusammenfallen und wiederaufgebaut werden – damit habe ich kein Problem. Insofern ist auch klar, dass es hier keine Tabus gibt. Alle Themen können angesprochen werden, und zwar immer dann, wenn ich mir darüber Gedanken gemacht habe und der Meinung bin, dass ich euch daran teilhaben lassen möchte. Es gibt sicherlich auch Themen, die ich interessant finde, über die ich aber nicht schreiben würde, weil es rechtliche Probleme geben könnte – denn ganz so blöd bin ich natürlich auch nicht.
Das sollte es an dieser Stelle gewesen sein: zu 100 Prozent freiheitlich. Ein „Truther der ersten Stunde“, aber auch jemand, der kritisch in die eigenen Reihen schaut und längst erkannt hat, dass die „Wahrheits-Szene“ oder die „Alternativen“ teilweise nicht besser sind als der Mainstream. Ich halte mich da raus, ich bin nirgendwo mit dabei. Ich bin einfach nur Manuel, und das, was ich hier mache, tue ich, weil ich es will.
Bis bald!