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	<title>Menschen-Archiv - manuelmeint</title>
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		<title>Erste Erfahrungen mit unserem Entrümpelungsunternehmen</title>
		<link>https://manuelmeint.de/erste-erfahrungen-mit-unserem-entruempelungsunternehmen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Manuel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Feb 2026 10:25:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ja, so schnell konnte ich mich gar nicht umschauen, da hatten wir auch schon die ersten Aufträge mit unserem Entrümpelungsunternehmen. Wer mich und meine Kolumne bei den Freiheitsfunken verfolgt, der hat bestimmt bereits mitbekommen, dass ich mich beruflich etwas umorientiert habe. Zusammen mit ein paar Kumpels gründete ich Ende letzten Jahres ein Entrümpelungsunternehmen im Süden [&#8230;]</p>
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									<p>Ja, so schnell konnte ich mich gar nicht umschauen, da hatten wir auch schon die ersten Aufträge mit unserem Entrümpelungsunternehmen. Wer mich und meine Kolumne bei den Freiheitsfunken verfolgt, der hat bestimmt bereits mitbekommen, dass ich mich beruflich etwas umorientiert habe. Zusammen mit ein paar Kumpels gründete ich Ende letzten Jahres ein Entrümpelungsunternehmen im Süden von München. Nachdem ich eigentlich zu 100 Prozent ein Schreibtischtäter bin, kommen nun beim Entrümpeln eines Haushalts natürlich Aufgaben auf mich zu, die ich so noch nicht gewohnt war. Genau aus diesem Grund möchte ich euch heute exklusiv meine ersten Eindrücke schildern; selbst der Geruch einer Leiche war mit dabei – so viel als kleiner Cliffhanger vorneweg.</p>
<p><span style="font-size: 15px;">Natürlich hat man es auf der einen Seite mit Sperrmüllfahrten, mit vollgestellten Kellern und mit Garagen-Entrümpelungen von Privatpersonen zu tun. Doch auf der anderen Seite bestand bislang ein Großteil unserer Aufträge aus der kompletten Räumung von Wohnungen von Verstorbenen. Meistens haben uns dafür Verwandte kontaktiert, die sich um den Nachlass der Verstorbenen kümmern. Eine Besonderheit bei dieser Tätigkeit ist natürlich das Eindringen in absolute Privatsphären, denn im Endeffekt muss alles einmal angefasst und zum Beispiel in Müllsäcke verpackt werden, bevor schließlich der gesamte Hausstand weggeschmissen wird. Am Ende bleibt eine besenreine Wohnung, die dann dem Vermieter oder Eigentümer übergeben werden kann. Ich erinnere mich gut an eine der ersten Wohnungen: Dort war der Umstand sogar noch etwas anders, indem der Auftraggeber zugleich der Eigentümer der Wohnung war, weil sich niemand von den Nachkommen gefunden hatte, der sich mit der Entsorgung und Entrümpelung der Wohnung der Verstorbenen auseinandersetzen wollte. Und ja, da haben wir dann natürlich alles weggeschmissen, angefangen von Fotoalben über Unterwäsche bis hin zu einem Meisterbrief, den ich irgendwann in der Hand hielt – doch es gab niemanden mehr, der sich für ebendiesen Meisterbrief dieses Menschen interessiert hätte. Glaubt mir, das sind so Eindrücke, die mit mir etwas machen: diese Hinterlassenschaften zu sehen und einfach die Dinge in Tüten zu stopfen und wegzuschmeißen. Irgendwie ist das auch ein bisschen traurig, denn natürlich verbergen sich dahinter die Schicksale und Geschichten der jeweiligen Menschen. Doch unsere Arbeit ist notwendig, damit diese Wohnung wieder vermietet werden und Platz für Neues entstehen kann.</span></p>
<p>Generell merke ich auch, dass es Menschen freut, wenn wir gute Arbeit leisten und einen Keller, einen Speicher oder eben eine ganze Wohnung ordentlich zurücklassen und das Chaos beseitigen. Was heutzutage alles weggeschmissen wird, muss ich hier nicht extra aufzählen, aber es ist natürlich erschreckend. Wenn wir anrücken, dann landet eigentlich alles im Müll – tragisch, aber das ist die Realität. <br>Ohne jetzt hier irgendwelche Privatsphären zu stören, möchte ich noch von einem anderen Auftrag erzählen. Es handelte sich um ein Messi-Haus, also wirklich um ein Haus komplett voller – nennen wir es mal – Utensilien. Als wir gerufen wurden, wussten wir noch nicht, was auf uns zukommen würde. Die Dame, die über viele Jahre Dinge im Haus gehortet hatte, hatte keinen Müll zurückgelassen, sondern zeitlebens unzählige Gegenstände eingekauft, wie zum Beispiel Wischmopps, Handtücher, Decken, Taschenmesser, Taschenlampen und so weiter – also Tausende solcher Sachen. Die auch mehrere Tausend, vielleicht sogar 100.000 Euro an Materialkosten wert waren – alles neue Produkte wie Seifen, Waschmittel, Duschgels, die sämtlich in Tüten und original verpackt waren und das ganze Haus füllten. Dieses bot generell keinen echten Lebensraum mehr, da es dermaßen überfüllt war – so etwas habe ich in meinem ganzen Leben noch nie zuvor gesehen! <br>Viele Bereiche im Haus waren zunächst nicht erreichbar, sondern man musste sich erst mal den Weg freiräumen, um zu sehen, was sich hinter so manchen Wänden und Türen verbarg. Mit diesem Messi-Haus haben wir uns dann auch noch ein bisschen länger beschäftigt, denn es ist wirklich unvorstellbar, was sich in einem Haus, wenn man es komplett vollstellt, an Müll und auch alten Waren und Textilien befinden kann. Auch hier machte ich mir abends nach dem Arbeiten so meine Gedanken, wie es zu einem solchen Haus kommen konnte. Wie kann man ein so schönes Haus derart vollmüllen und es selber nicht mehr merken?</p>
<p>Wir waren gerade auf dem Weg zum Messi-Haus, als mein Telefon klingelte – wieder eine neue Anfrage für eine Wohnungsauflösung. Der Kunde am Telefon wollte auch keine Zeit verlieren und bat uns sehr zeitnah um einen Besichtigungstermin. Es ging um die Wohnung seiner verstorbenen Schwester. Für die Besichtigung sollten wir wegen der extremen Geruchsbelastung Atemmasken mitbringen. Zu diesem Zeitpunkt war mir noch nicht bewusst, um was es sich genau handelte. Als er aber dann noch nachfragte, ob wir auch eine Grundreinigung des Badezimmers vornehmen könnten, machte es „Klick“ bei mir. Der Geruch stammte aus dem Bad, da sich dort wohl noch ein paar Hinterlassenschaften der Toten auf dem Teppich befanden. Ich weiß nicht genau, was passiert, wenn jemand länger tot ist und dann aufgefunden wird, aber im Badezimmer befand sich ein Teppich über den Fliesen, der eindeutig als Quelle dieses Geruchs identifiziert werden konnte. Dieser klar erkennbare Fleck machte deutlich, wo die Dame verstorben war. Da wir keine Desinfektionen oder sonstige Reinigungsarbeiten durchführen, ging es lediglich um das Herausreißen dieses Teppichs und die Grundreinigung des Bades. In voller Montur und mit Atemschutzmasken ausgerüstet, entsorgten wir den Teppich und sorgten für eine Vorreinigung des Bades, denn eine professionelle Desinfektion mussten dann auf jeden Fall noch andere machen, da wir dafür nicht qualifiziert sind.</p><p>Im Zuge dessen habe ich auch ein paar Atemzüge ohne Maske genommen – zum einen aus Neugierde, zum anderen aber auch, weil ich sie einfach vergaß – und ja, was soll ich sagen: Ich hatte diesen Geruch einer Leiche noch nie zuvor wahrgenommen und würde ihn beim nächsten Mal auf jeden Fall wiedererkennen. Es ist nichts, was man in seinem Leben unbedingt riechen müsste. In diesem Moment wurde mir auch klar, dass dieser Beruf oder auch diese neue Berufung, der ich jetzt als Entrümpler nachgehe, solche Situationen öfter mit sich bringen würde. Menschen versterben einsam und werden eben nicht immer sofort gefunden. In solchen Fällen kommt natürlich auch kein Tatortreiniger vorbei – denn es ist kein Tatort – und dann müssen sich die Angehörigen mit dem Zustand der Wohnung beschäftigen.</p>
<p><span style="font-size: 15px;">Da wir unsere Alten generell nicht mehr in der Gesellschaft und in den Familien integriert haben, werden sich solche Fälle künftig sogar häufen, weshalb mir der Gedanke kam: Mal sehen, welche Kurse man belegen kann, um dann vielleicht auch wirklich die komplette Reinigung und Desinfektion anbieten zu können. Das ist zwar einerseits irgendwie makaber, aber auf der anderen Seite fühlt es sich für mich auch gut an, eine derartige Dienstleistung anbieten zu können und den Angehörigen mit Tatkraft zur Seite zu stehen. Denn ich habe es im Gefühl, dass es wahrscheinlich nicht das letzte Mal gewesen war, dass ich mit dem Geruch einer Leiche konfrontiert wurde.</span></p>
<p><span style="font-size: 15px;">Ich wünsche euch in diesem Sinne frohes Schaffen. Die nächsten Aufträge stehen schon wieder an, und für mich fühlt es sich wirklich wie der beste Schritt an, den ich seit Langem beruflich gemacht habe. Zusammen mit netten Menschen ehrlicher Arbeit nachzugehen, erfüllt mich sehr. Andere zahlen fürs Fitnessstudio und ich bekomme eben Geld, weil ich Kühlschränke oder zerlegte Möbel von A nach B trage – ist doch auch nicht verkehrt. Also macht es gut. Bis bald, euer Manuel. Ciao.</span></p>								</div>
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		<title>Die Schönen und die Reichen &#8211; ein Bericht aus Kitzbühel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Manuel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Feb 2026 10:39:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>So schlecht scheint es den Leuten hier noch nicht zu gehen. Es ist doch irgendwie immer relativ, wenn man beurteilt, wie es um die Gesellschaft und um die Welt um einen herum steht. Der eine weiß nicht mehr, wohin mit den ganzen Problemen, die Zahlungen erdrücken ihn regelrecht. Und auf der anderen Seite gibt es [&#8230;]</p>
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									<p>So schlecht scheint es den Leuten hier noch nicht zu gehen.</p>
<p>Es ist doch irgendwie immer relativ, wenn man beurteilt, wie es um die Gesellschaft und um die Welt um einen herum steht. Der eine weiß nicht mehr, wohin mit den ganzen Problemen, die Zahlungen erdrücken ihn regelrecht. Und auf der anderen Seite gibt es die Reichen und die Schönen, die Sternchen und vielleicht auch Stars, die ihr Leben an einem Wochenende wie zum Beispiel beim Hahnenkammrennen in Kitzbühel genießen und sich dabei feiern.</p>
<p>Eigentlich ist es auch nicht meine Welt. Aber beruflich war ich kürzlich wieder einmal für das Unternehmen Triofilm TV an diesem Sportwochenende als Produktionsleiter für die Super-Zeitlupen verantwortlich. Als Mitarbeiter erhascht man natürlich auch einen Blick hinter die Kulissen und hat Zugang zu den Bereichen, der dem normalen Fußvolk üblicherweise verwehrt ist. Und so habe ich mir auch dieses Jahr wieder das Skirennen im Zielbereich angesehen und war dort den sogenannten VIPs relativ nahe. Von einer Krise ist dort nichts zu spüren, wenn man sich die ausgebuchten Hotels, die vollen Restaurants und auch die Preise der Skipässe ansieht. Bei einem Preis von ungefähr 74 Euro für einen Tagesskipass kommt schon einiges zusammen, wenn man als Familie mal ein paar Tage auf Skiurlaub fährt. Es geht mir nicht um Neid, ich gönne es jedem, der sich das leisten kann. Aber wenn wir schon von einer Schere zwischen Arm und Reich sprechen, ist es schon bewundernswert, wie nah man selbst an diese Schere geraten und sie am eigenen Leib erfahren kann.</p>
<p>Ja, Kitzbühel ist sicherlich ein extremes Beispiel, doch man muss gar nicht so weit blicken, um zu erkennen, dass immer noch genug Geld vorhanden ist und die Menschen natürlich auch immer noch Freude am Konsum haben. Vielleicht ist es auch eine Art von Ersatzhandlung, die letzten Groschen für ein teures Essen auszugeben oder eben auf den Skiurlaub nicht verzichten zu wollen, obwohl man es sich eigentlich schon lange nicht mehr leisten kann. Ob die Menschen wirklich sorgenfrei sind, wage ich zu bezweifeln. Vielleicht verhält es sich so wie beim bevorstehenden Fasching, dass man einfach mal abschalten möchte und auch die Reichen und die Schönen an so einem Wochenende keine Lust auf den Alltagsstress haben. Eins steht auf jeden Fall fest: So schlimm scheint es noch nicht zu sein: Die Kühlschränke sind voll und die Skiurlaube gebucht.</p>
<p>Wie ist das denn in dieser Welt voller Glitzer und Champagner? Baut man sich da eine Parallelwelt auf, weil man die Realität gar nicht sehen will? Ich denke, dass dies für gewisse Kreisen sicherlich zutrifft. Aber für viele der normalen Menschen, die eben nicht behaupten, sich mit Politik und Gesellschaft auseinanderzusetzen, ist das keine Parallelwelt, sondern die einzige Welt, die sie kennen. Jedes Jahr führt ihr Weg nach Kitzbühel – und da müsste schon einiges passieren, dass sie das ausfallen ließen.</p>
<p>Ich verurteile niemanden dafür, auf der Titanic an der Bar zu sitzen und, obwohl das Schiff untergeht, eben noch einen leckeren Whisky oder Champagner zu trinken. Warum sollte man keinen Spaß mehr haben, sobald man weiß, dass alles den Bach runtergeht? Aber ganz so scheint es bei diesen Menschen eben nicht zu sein. Viele haben tatsächlich den Ernst der Lage noch nicht erkannt. Und da mache ich mir dann eher Sorgen, dass genau diese Menschen irgendwann einmal von der Realität eingeholt werden. In diesem Fall wird das Ganze nämlich unkontrolliert und unvorhersehbar werden.</p>
<p>Wir Aluhut-Träger hingegen haben schon alle Szenarien durchgespielt, wodurch uns nicht mehr allzu viel schocken dürfte. Aber wenn ich mir da eine x-beliebige Person vorstelle, im rosa Skianzug beim Après-Ski mit ihrem „Schatzilein“ und der Champagnerflasche, die dann&nbsp;<span style="font-size: 15px;">vielleicht auch noch Funken sprühend eine Diskothek in Brand
steckt – ach nee, das war ja in der Schweiz –, ja, dann weiß ich, dass einige
garantiert von der Realität geschockt sein und keinen Plan bei der Hand haben
werden.</span></p>

<p class="MsoNormal">Welches Fazit ziehe ich daraus? Für mich waren es überaus spannend,
mich auch einmal in eine Welt zu begeben, in der ich sonst überhaupt nicht zu Hause
bin. Es hat mir mal wieder gezeigt, wie sehr wir alle in unseren eigenen Blasen
leben. Ich selbst kann also kaum beurteilen, wie die Masse denkt. <o:p></o:p></p>

<p class="MsoNormal">Mein Tipp: Hin und wieder Ausflüge in andere
Gesellschaftsschichten unternehmen, um besser zu verstehen, was um einem herum
geschieht.<o:p></o:p></p>								</div>
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		<p>Der Beitrag <a href="https://manuelmeint.de/die-schoenen-und-die-reichen-ein-bericht-aus-kitzbuehel/">Die Schönen und die Reichen &#8211; ein Bericht aus Kitzbühel</a> erschien zuerst auf <a href="https://manuelmeint.de">manuelmeint</a>.</p>
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